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Weiter Suche nach Kleinbus
"Die Presse" 20.03.1998
-Weiter Suche nach Kleinbus
**VO-Im Fall Natascha wurden bisher mehr als 100 Besitzer von weißen Kleinbussen überprüft. Ein konkrete Spur ist nicht darunter. -WIEN (stög.).
Die Fahnder, die im Fall der seit mittlerweile 2. März vermißten Natascha Kampusch ermitteln, stehen weiter vor einem Rätsel. Der Aussage einer Zwölfjährigen, die gesehen haben will,
wie Natascha in einen weißen Kleinbus gezerrt wurde, wird weiter nachgegangen, bis Donnerstag nachmittag haben sich aber noch keine konkreten Hinweise ergeben. Das erklärte Ermittler Gerhard Haimeder im Gespräch mit der "Presse". "Wir haben bisher die Besitzer von rund 100 weißen Kleinbussen überprüft, täglich werden es mehr."
Wie berichtet, hatte die Zwölfjährige bereits einen Tag nach dem Verschwinden von Natascha der Polizei von ihrer Beobachtung berichtet. Zwei Männer sollen Natascha bei einem Kreisverkehr am Rennbahnweg in den Wagen gezerrt haben. Die Aussagen des Mädchens mußten aber erst in mühsamer Kleinarbeit verifiziert werden.
Erst nach stundenlangem Durchforsten zahlreicher Fahrzeugtypen konnte das Mädchen den beobachteten Kleinbus wiedererkennen. "Nach den Aussagen der Zeugin dürfte es sich um einen Ford-Transit handeln", erklärt Haimeder.
Unterdessen haben die Kriminalisten mit Personen zu tun, die im Sog des Falles Natascha ihre Perversität ausleben. **ZW-Vor Neunjähriger entblößt -Mittwoch nachmittag ereignete sich in unmittelbarer Nähe der Rennbahnweg-Siedlung ein weiterer Zwischenfall. Eine Neunjährige gab an, von einem Mann belästigt worden zu sein, der sie verfolgt und sich schließlich vor ihr entblößt haben soll. Laut Angaben aus der Umgebung soll dies nicht der erste derartige Vorfall in der Gegend gewesen sein. Eine noch am Nachmittag eingeleitete Suchaktion nach dem ungefähr 25jährigen Mann, blieb vorerst erfolglos. Gegenüberstellungen von mehreren Verdächtigen führten aber zu keinem Ergebnis. Der Exhibitionist konnte unerkannt entkommen. "Solche Typen werden durch die Hysterie um Natascha jetzt regelrecht angezogen", meint Haimeder.
